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Artikel vom
10.03.2013
Berufsboerse der FvSS im Januar 2013

Bereits zum 4. Mal fand am 22. Januar 2013 die von der Fachschaft PoWi organisierte Berufsbörse der FvSS mit Vertretern der unterschiedlichsten Berufsfelder statt. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erhielten an diesem Tag die Gelegenheit, im persönlichen Gespräch mit den zahlreichen Gästen etwas über deren beruflichen Werdegang und ihren Alltag zu erfahren. 

Elisabeth Pethes (10 B) beschreibt den Tag aus ihrer Sicht:

21.1.2013. Pünktlich um neun Uhr tummelten sich die Schüler der jetzigen Klassen 10 in der Aula, in der Tische, Stühle und Trennwände aufgestellt waren. Auf den Tischen klebten Zettel mit den Namen und Berufen der zahlreichen Gäste.

Die Berufsbörse ist praktisch eine Versammlung von Leuten aus den unterschiedlichsten Branchen, die den Horizont der Schüler über Berufswahl und Ausbildungen und Ausbildungsmöglichkeiten erweitern soll, weil es einige Schülerinnen und Schüler gibt, die noch gar keine Ahnung haben, was sie nach dem Abitur mit sich anfangen sollen.

Es gibt zwar schon vage Vorstellungen,  zum Beispiel „Ich denke, irgendwas mit Jura könnte vielleicht was sein.“ oder „Psychologie
oder Medizin... Ich mag Biologie.“, aber der kleinste Teil hat tatsächlich schon eine konkrete Vorstellung (sowohl vom Studieren als auch vom Berufsleben), und diese Schülerinnen und Schüler sind meist aus Akademikerfamilien. Die Eltern, die selbst Ärzte oder Lehrer sind, wollen natürlich nur das Beste für ihr Kind und möchten, dass es einen ähnlichen Beruf ergreift wie sie selbst.

Aber diese Vorstellung ist eben nur vage oder gänzlich von den Eltern geprägt. Laut meinem Daddy ist es aber so, dass man vor allem Spaß haben sollte, und Bildung ist der Weg, der einem „die Tore des Spaßes“ öffnet. Es wird viele Eltern geben, die so denken, aber es gibt eben auch diejenigen, die ihr Kind in eine bestimmte Richtung drücken wollen, und dafür ist diese Veranstaltung eben da – die einem sonst verborgenen Bereiche öffnen sich wie von Zauberhand und erlauben einen tiefen Einblick in das wahre und echte und „freie“ Berufsleben.

Es gab eine breit gegliederte Auswahl an verschiedenen Berufen, die sowohl von Arbeitenden als auch von Studierenden aus der jeweiligen Perspektive wunderbar beschrieben wurden. Es gab eine Art individuelle Beratung für jeden und die Referenten waren offen für Fragen - und auch wenn sie sicherlich mehr als einmal die eine oder andere Frage zu hören bekamen, so waren sie alle aufgeschlossen und freundlich
und bereit, ihren gesamten Vortrag mehrfach zu halten.

Die geschlechtertypische Gruppierung machte sich recht schnell bemerkbar, und so wurden der Vertreter vom Bund und die Polizisten anfangs fast ausnahmslos von Jungen, die Berufe aus dem Bereich des Sozialwesens (zum Beispiel die Vertreter der Caritas oder die Psychologen, aber auch das Jugendamt) und der kreativen Branche fast ausschließlich von Mädchen belagert. Journalismus wurde, ebenso
wie die Hochschule Fulda, beinahe überrannt.

Im Allgemeinen lässt sich der Tag mit drei Adjektiven zusammenfassen: laut, anstrengend und unterstützend.

Laut,
weil eine gesamte Jahrgangsstufe den einzelnen Präsentierenden Fragen stellte, weil man sich unterhielt und lachte, und weil die Menschen aus dem Berufsleben oft einer etwas größeren Gruppe etwas erzählen mussten.

Anstrengend.
Nun, ich muss hierzu sagen, dass ich persönlich nicht gerne in großen Menschenmassen bin, aber man wird auch förmlich von Information erschlagen. Natürlich geben sich die Teilnehmer viel Mühe und präsentieren ihren Beruf in all seinen wunderbaren und vor allem spaßigen Facetten – ich glaube, das Berufsleben ist doch nicht so langweilig, wie alle sagen – und sie stehen zu ihrer Meinung, aber sich in neunzig Minuten sechs oder sieben verschiedene Berufe anzuhören ist doch eher, nun, wie soll ich sagen, anstrengend.

Unterstützend.
Und der letzte Aspekt liegt besonders bei den Gästen, dafür auch nochmal vielen Dank. Sie gaben einem die Sicherheit, dass es Berufe gibt, die interessant sind.


Die Veranstaltung war wirklich super, mit einer Person oder einem Studenten aus der einen oder anderen Branche zu sprechen gibt einem eine völlig neue Perspektive, und das verhindert, dass man mehr oder weniger wortwörtlich ins kalte Wasser fällt.

Einige der Anwesenden hatten Broschüren dabei, in denen man nochmal alles nachlesen kann, sei es zur Klärung weiterer Fragen oder weil man sich leise davongeschlichen hatte, um einem anderen Vortrag zu lauschen.

Alles in allem war es eine sehr schöne und seitens der Gäste anheimelnde und angenehme Atmosphäre, und jeder Schüler und jede Schülerin wird zu mindestens zwei oder drei neuen Schlüssen gekommen sein.

Vielleicht hat noch nicht jeder seinen absoluten Traumjob, aber es war für jeden Typ, jede Richtung, jedes Interesse irgendetwas dabei, was einem helfen konnte, und eventuell hat der eine oder die andere einen dezenten Schubs in die „richtige“ Richtung bekommen und hat eine Vorstellung über Studiengänge und Jobs und wie viel Zukunft die eine oder andere Ausbildung hat.

Die Globalisierung fordert vor allem Berufe wie zum Beispiel Erzieherinnen oder Erzieher in den Kitas, Pfleger in Altenwohngemeinschaften oder unabhängige, aber hoch qualifizierte junge Leute, die kein Problem haben, international zu arbeiten.

Ich habe meinen Traumberuf leider noch nicht gefunden, aber ich weiß nun, dass ich definitiv keine Psychologin werde. Das Studium würde mich nicht ansprechen, und ich träume von fernen Ländern und neuen Menschen.



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