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20.02.2013
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet

Es geht nicht um den Geschmack von Kaugummis, sondern um die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Als Nachfolger des Städtischen Realgymnasiums werden an der Freiherr-vom-Stein-Schule traditionell diese Fächer groß geschrieben. Für ihr außerordentliches Engagement in diesem Bereich wurden die Verantwortlichen des Fuldaer Gymnasiums im Rahmen einer Feierstunde im
Kongresszentrum in Darmstadt mit einer Urkunde und einer MINT-Plakette geehrt. „Mit dieser Auszeichnung werden unsere bisherigen Aktivitäten zur besonderen Förderung naturwissenschaftlich interessierter Schülerinnen und Schüler anerkannt. Ein Hochtechnologieland wie Deutschland benötigt dringend Fachkräfte mit Qualifikationen in diesen Bereichen“, erläutert Oberstudiendirektor Helmut Sämann.

„MINT-freundliche Schulen sind ein weiterer, wichtiger Baustein, um langfristig MINT Knowhow für den Standort Deutschland zu sichern“ sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative und ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom. Es sind Vertreter großer Technologie-Konzerne wie die Siemens-Stiftung, der Netzwerkausrüster Cisco Systems und die Deutsche Telekom-Stiftung, aber auch
die Deutsche Mathematiker-Vereinigung und der Didacta-Verband, die gemeinsam mit den Unternehmerverbänden in den einzelnen Bundesländern die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ins Leben gerufen haben. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angelika Merkel möchten sie möglichst viele Schulen dafür gewinnen, quantitativ und qualitativ den Unterricht in den MINT-Fächern auszubauen.

Die MINT-freundlichen Schulen werden auf der Basis eines anspruchsvollen standardisierten Kriterienkatalog bewertet und durchlaufen einen einheitlichen Auszeichnungsprozess. Die Auszeichnung der Schule steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz. Zu diesen Kriterien gehören unter anderen:

  • Mindestens drei MINT-Fächer werden durchgängig angeboten.
  • Die Schule verpflichtet sich zur Teilnahme an MINT-Wettbewerben und bindet Eltern in die Informationsveranstaltungen zur
    MINT-Berufswahl ein.
  • Ein besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, gezielt Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern.
  • Es gibt eine lokale und überregionale Vernetzung mit Partnern aus der Wirtschaft und den Hochschulen, um MINT-Praktika anbieten zu können und außerschulische Lernorte kennen zu lernen. Das Stein-Gymnasium unterhält seit drei Jahren eine Lernpartnerschaft zum
    Klinikum Fulda und kooperiert mit der in Fulda ansässigen Hochschule.

Insgesamt sind es 14 Kriterien, die eine MINT-freundliche Schule erfüllen muss. Die Auszeichnung erhält sie für drei Jahre.

Für den Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Schule ist die Auszeichnung eine Bestätigung der langjährigen erfolgreichen Arbeit der Lehrkräfte in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern. Mit der Eröffnung eines Offenen Labors, in dem Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung von Projektlehrer Clemens Groß und Studenten der Hochschule Fulda an Nachmittagen jahrgangsstufenübergreifend kreativ experimentieren können, will das Gymnasium die erfolgreiche Arbeit in den MINT-Fächern intensivieren.



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